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	<description>Ein gewollt unbequemes Blog.</description>
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		<title>Occupy Nationalgeschwafel</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 12:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA["People of Europe, rise up!", steht es auf den Transparenten junger Demonstranten in Italien. Es gilt die Geschehnisse für die breite Masse verständlich zu machen. Es bleibt, in unserer Zeit, nicht aus hierzu die kurzen Botschaften auf den Bannern der Empörten aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen. Was dabei zu Tage tritt ist graunenvoll.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3568&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3584" title="Occupy Nationalgeschwafel" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/10/occupynationalgeschwafel.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>&#8222;People of Europe, rise up!&#8220;, steht es auf den Transparenten junger Demonstranten in Italien, als der Zorn einer sich betrogen fühlenden Generation beginnt sich dort zu entladen, wo die Folgen dieser aktuellen Krise wohl in nächster Zeit sehr stark zu spüren sein werden. Es ist ein Aufruf an uns alle unsere Differenzen zu vergessen und uns auf den eigentlichen Feind zu fokusieren: Das Großkapital &#8211; die Banken.</p>
<p>Führende Medien (hier geht es nicht um Qualität!) wie die BILD-Zeitung oder der österreichische Rundfunk werden auf den Plan gerufen. Es gilt die Geschehnisse für die breite Masse verständlich zu machen. Es bleibt, in unserer Zeit, nicht aus hierzu die kurzen Botschaften auf den Bannern der Empörten aus dem Englischen ins Deutsche zu übersetzen. Noch vor einigen Jahrzehnten war das nahezu exklusiv diesen Medien vorbehalten; doch heute sind diese Übersetzungen überprüfbar. Was dabei zu Tage tritt ist graunenvoll.</p>
<p><span id="more-3568"></span></p>
<h3>Identitätsstiftung &#8211; Alt und Jung</h3>
<p>Viele gehen davon aus, dass etwa alle zehn Jahre eine &#8222;neue Soziologisierung&#8220; stattfindet. So unterscheiden sich quasi die Jugendlichen der 1980er von jenen der 1990er erheblich. Neue Technologien, neue Möglichkeiten &#8211; viele Theorien; im Grunde läuft alles darauf hinaus, dass wir unsere Welt mit anderen Augen sehen.</p>
<p>Ein Beispiel? Meine Söhne kennen keine Grenzkontrollen. Sofern die Welt sich nicht drastisch fehlentwickelt, werden sie diese (außerhalb von diversen Großveranstaltungen) auch nicht mehr kennenlernen. Der meiner Generation (wenn auch in seiner letzten Form) eingeimpfte Geringschätungs-Imperativ für östliche Nachbarstaaten löst sich auch langsam auf; vielleicht werden die Kinder der 2020er oder 2030er ihn gar nicht mehr nachvollziehen können.</p>
<p>Interessant werden diese Fakten alle erst, wenn man versucht sie für unsere heutige Zeit zu übernehmen: So sind jene unter uns, die vielleicht in den 1960ern oder 1970ern sozialisiert wurden tendentiell skeptischer gegenüber &#8222;Privatsphärenstörender Technologien&#8220; wie etwa Facebook. Hier tritt offen zu Tage, was den Unterschied ausmacht: Während des kalten Kriegs die beständige Bedrohung derselben durch vermeintlich omnipräsente Geheimdienste wurden ganz andere Zugänge zu diesem Thema ausgeprägt als in einer Zeit, in der bereits Gedanken quasi &#8222;von jedem&#8220; publiziert werden konnten &#8211; und wir somit wesentlich schnelleren Zugang zur &#8222;Person hinter einem Text&#8220; fanden. Auch die Glaubwürdigkeit der Massenmedien hat unter diesen Entwicklungen gelitten.</p>
<p>So kommt es, dass heute ein Photo als Beweis nicht mehr einfach akzeptiert wird. Was in einer Zeitung (oder analog dazu auf einer [einzelnen?] Website) steht, wird nicht einfach als bare Münze angenommen. Es ist eine Meinung &#8211; und wir als das verstanden. Schöne Beispiele sind die Hinterfragungsmöglichkeiten die etwa in einem Lexikon auftauchen. Brockhaus ist toll &#8211; aber es ist auch nur eine einzelne (zumindest homogenisierte) Meinung. Echte Neutralität findet sich nirgends &#8211; aber was dem am nächsten kommt (unter den lexikalischen Werken) ist wohl die beliebte Wikipedia. Hintergrund ist das ständige Kräftemessen der teilnehmenden Autoren, welches in einem Privatunternehmen wohl kaum zur Anwendung kommt.</p>
<p>Und noch etwas kommt im Schlepptau dieser Änderungen der Auffassung von Journalismus.</p>
<h3>&#8222;We &#8211; the people!&#8220;</h3>
<p>Die amerikanische Verfassung ist, dieser Tage, allen ein Begriff. Film und Fernsehen haben dafür gesorgt; schließlich sind sie US-dominiert und somit von deren ureigenen Verständnis für die Rechtfertigung nationalen Patriotismuses geprägt. &#8222;We &#8211; the people&#8220;, der Beginn derselben, wird heute &#8211; mehr oder weniger einheitlich &#8211; mit &#8222;Wir, das Volk [...]&#8220; übersetzt.</p>
<p>Es soll eine Einheitsgefühl herstellen. Doch, wie wir alle wissen: Ein jedes Einheitsgefühl wird über die <em>Abgrenzung</em> gegenüber anderen definiert. So wird &#8222;We, the people [...]&#8220; dazu benutzt Amerikaner gegen Briten (und natürlich alle anderen) zu definieren.</p>
<p>Ein eintrainiertes Schema sorgt dafür, dass wir dieses Verhalten ständig an den Tag legen. So fühlen wir uns unter Menschen mit gleichem Dialekt wesentlich wohler als unter solchen mit gänzlich anderem. Nationalstaaten sind ein &#8211; im Augenblick beinahe unhinterfragtes, als &#8222;natürlich&#8220; empfundenes Konzept &#8211; und in in unserer Vorstellung eng mit diesem Phänomen verwachsen.</p>
<h3>Die Überleitung</h3>
<p>Stereotypen legt man nicht einfach ab &#8211; und gegen die eigene &#8222;Sockelsozialisation&#8220; kommt man ohnehin nicht an. Zumindest nicht leicht. Die Folge davon sind falsche Übersetzungen, die ein gänzlich anderes ideologisches Material transportieren als die ursprüngliche Intention war.</p>
<p>&#8222;People of Europe &#8211; rise up!&#8220; wird vom ORF mit &#8222;Völker Europas &#8211; steht auf!&#8220; übersetzt, was nicht nur holprig ist, sondern auch gänzlich falsch. Die BILD versteht darunter &#8222;Völker Europas &#8211; erhebt Euch&#8220;, also sogar geringfügig besser. Im Englischen gibt es diesen feinen Unterschied nämlich nicht. Wie auch immer: Der <em>erste Teil</em> dieses Satzes ist das Problem.</p>
<p>Analog zur bekannten Formulierung der amerikanischen Verfassung wird &#8222;People&#8220; mit &#8222;Volk&#8220; übersetzt. Dieser Logik folgend müsste man eigentlich &#8222;Volk von Europa &#8211; erhebe Dich!&#8220; übersetzen; aber das ist nicht geschehen. Es wird mit &#8222;Völker&#8220; übersetzt. Ein mehr oder weniger rassistischer Begriff, der vor Allem darauf abziehlt die einzelnen nationalstaatlich getrennten Gruppen von einander isoliert darzustellen. Die wichtigste Botschaft der &#8222;Occupy-Bewegung&#8220;, das <em>gemeinschaftliche WIR</em> ist hier der ausschlaggebende Faktor für eine solche (wenn auch nicht immer beabsichtigte) Intervention.</p>
<p>Man versucht die sich ballenden Kräfte einer repolitisierten Generation gleich zu Beginn zu zerstreuen. Ich glaube, dass selbst unsere Widersacher, die Macht hinter dem Großkapital und von dessen Gnaden, indem man ihnen das einzupflanzen versucht, was die letzten 200 Jahre auch gut funktioniert hat: Den Nationalstaat. Die Isolation.</p>
<p>Es ist verwerflich. Es ist plump. Und letztlich ist es dumm.</p>
<p>Nicht zuletzt <em>dagegen</em> muss man sich erheben.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuealtewelt.wordpress.com/3568/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuealtewelt.wordpress.com/3568/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3568&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Rekursiver Artikel: Warum wir Texte lesen&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 21:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was viele Buchhändler, Journalisten und andere Sprach- oder Traumhändler schon lange zu wissen meinen: Jemand, der einen Text liest, tut das eben aus einer von zwei Motivationen heraus. Entweder um sich bestätigt zu fühlen - oder um es zu zerreissen. Warum beides dasselbe ist - und eine Innenansicht.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3550&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3562" title="Rekursiver Artikel" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/10/rekursiverartikel.jpg" alt="Rekursiver Artikel" width="600" height="140" /></p>
<p>Eigentlich gibt es nur zwei verschiedene Gründe einen Text zu lesen; und das gilt für Blogs genauso wie für Bücher. Ersteres ist mein Hobby &#8211; zweiteres meine Bestimmung. Zumindest beruflich. Dass es bei diesen beiden wortfixierten &#8222;Beschäftigungen&#8220; zu Überschneidungen kommt liegt wohl auf der Hand. Und es bestätigt, was viele Buchhändler, Journalisten und andere Sprach- oder Traumhändler schon lange zu wissen meinen: Jemand, der einen Text liest, tut das eben aus einer von zwei Motivationen heraus.</p>
<p>Entweder um sich bestätigt zu fühlen &#8211; oder um es zu zerreissen. Warum beides dasselbe ist &#8211; und eine Innenansicht.</p>
<p><span id="more-3550"></span></p>
<h3>Ich such&#8217; ein Buch.</h3>
<p>Mit Büchern (oder Zeitungs- respektive Onlinepublikationsschlagzeilen) ist es immer das Gleiche: Der Titel spricht uns an &#8211; oder eben nicht. Nehmen wir jene Fälle heraus, die durch Empfehlungen von Freunden, Kollegen oder &#8211; allgemein gesprochen &#8211; &#8222;Anderen&#8220; bestimmt oder beeinflusst werden, reduziert sich unser Beuteschema (auf der Jagd nach Büchern eben) auf einige wenige Regeln.</p>
<p>Ich nehme mich selbst als Beispiel. <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Stelle ich fest, dass der eigentlich unerschöpfliche Vorrat an noch-nicht-aber-bald-gelesenen Büchern in meiner Wohnung zumindest soweit geschrumpft ist, dass ich das Kinderspielzeug am Boden erkennen kann, dann streife ich mit besonderer Vorliebe in der Philosophie / Soziologie / Psychologie Ecke  herum. Und dann lese ich Titel und Autorennamen.</p>
<p>Fokusiere ich mich auf die Titel &#8211; so gibt es zwei potenzielle Gründe dafür ein bestimmtes Werk aus den Regalen zu nehmen: Entweder ich finde den Titel ansprechend &#8211; oder anfechtbar.</p>
<p>Stünde auf einem Buch deutlich zu lesen: &#8222;Warum man Geschlechter nicht wegdiskutieren kann.&#8220;, so fände ich diesen Titel ansprechend. Warum? Nun &#8230; im Grunde genommen bin ich der Ansicht, dass die Queer-Theorie der verzweifelte Versuch einer ungerechtfertigten Gleichmacherei ist; eine Art überkomplizierter Unterbau zur ideologischen Vorstellung, dass &#8222;eigentlich eh alle von Geburt an toll sind&#8220; und jeder der etwas anderes Behauptet ein reaktionäres Schwein ist.</p>
<p>Für mich gipfelt dieser Blödsinn im recht sportlichen Versuch auch das biologische Geschlecht &#8211; oder zumindest die Trennung der menschlichen Spezies in &#8222;männlich&#8220; und &#8222;weiblich&#8220; &#8211; zu Gunsten einer Art &#8222;individuellen Mischung&#8220; (nochmal: Wir sprechen hier von <em>Biologie</em>!).</p>
<p>Was motiviert mich also dieses Buch zu lesen? In Wahrheit doch nichts anderes als <em>mein Wunsch, meine eigene Meinung bestätigt zu bekommen</em>. Ich halte mich für einen (vor Allem in diesen Dingen) recht belesenen Menschen und bin Stolz auf meine Methodik bei jeder neuen Lektüre so offen zu sein, dass meine Meinung zur Not auch 180° drehen kann. Aber <em>will</em> ich das wirklich erreichen?</p>
<h3>Vom Hass</h3>
<p>Spontan fallen mir unzählige Gelegenheiten ein, bei denen ich massiv hinter meiner derzeit gültigen Meinung gestanden habe. Und bei einigen davon (je nachdem wie sehr ich mich in einer Diskussion angegriffen oder überlegen fühlte) war ich bestimmt nicht mehr sehr &#8230; zärtlich &#8230; in meiner Wortwahl. Gemein sein, ist bedauerlicher Weise, durchaus eine meiner Stärken; und im persönlichen Gespräch kann ich via Eloquenz zu rhetorischem Stabhochsprung ansetzen, so ich das für förderlich halte. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_redface.gif' alt=':oops:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ehrlicher Weise muss ich also zumindest einräumen, dass es mir <em>weitaus lieber wäre</em>, ich hätte <em>noch mehr Argumente</em> für meine eigene Meinung parat; denn ich würde nur ungern damit zu kämpfen haben dem Hohn und Spott <em>umgekehrt</em> ausgesetzt zu sein. Ich halte mich für einen ehrlichen Menschen und habe mir das &#8211; bei vielen Gelegenheiten &#8211; selbst immer wieder bewiesen. Auch wenn es schmerzt: Eine absolute Kehrtwendung ist bei mir jederzeit möglich, auch wenn das mit viel Gelächter der einstigen &#8222;Gegner&#8220; verbunden ist. Dass ich das allerdings zu vermeiden suche sollte klar sein.</p>
<p>Nein &#8230; ich bin nicht gern auf der Verliererseite (wie auch immer man die Skala zwischen &#8222;recht haben&#8220; und &#8222;im Unrecht sein&#8220; auch einrichtet &#8211; es gibt einen Punkt, an dem man mehr auf zweiterer Seite ist). Und ich vermeide es, in dem ich Bücher bevorzuge, die im Grunde genommen nichts anderes tun als mein Selbstvertrauen zu stärken.</p>
<p>Besonders gut zu beobachten ist das überall dort, wo Menschen in ein Extrem wandern: Etwa bei Esotherik / Religion und Philosophie. Die gehässigsten Kommentare höre ich von Menschen, die Bücher über Chakren, Geistheilung und so weiter in Händen halten über jene, die das alles für Quatsch halten. Umgekehrt zwar auch &#8211; aber meist mit ein wenig mehr Stil (Geschmackssache, natürlich).</p>
<h3>Zankapfel</h3>
<p>Hie und da dreht das Ganze aber völlig. Dann bin ich auf der Suche nach Texten, die mich ärgern. Vorneweg: Obwohl Leopold Sacher-Masoch Österreicher war liegt das nicht in der Natur der Sache. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es ist mehr mein Überlegenheitsgefühl und das Bedürfnis die Grenzen desselben auszuloten, die mich dazu drängen dann diametral entgegengesetzte Titel zu kaufen. Der Reiz zu sehen <em>wie dämlich die anderen</em> doch nicht sind. Je nach Bildungsstand ist das sogar leichte Übung: Denn Worte in einem Buch sind wie auf klebriger Unterlage liegengebliebene Diskussionsfetzen: Sie können sich nicht verändern und sind durch eine einmal zugewiesene Richtung gefangen. Der Verfasser kann weder die Meinung des Lesenden parieren noch korrigieren; er schreibt ohnehin für ein imaginäres Publikum.</p>
<p>Die Wahrheit ist, dass auch hier wieder gilt, dass wir uns bestätigt sehen wollen.</p>
<p>An dieser Stelle sei gesagt, dass &#8211; vor Allem Menschen mit Hang zu unheilbarem Optimismus, viele von sich behaupten, sie lesen solche Anti-Thesen um ihr eigenes Bewusstsein zu erweitern. Das ist natürlich Blödsinn. Ihre Reaktionen auf Texte die ihnen gefallen oder nicht gefallen sind die Gleichen wie bei uns anderen auch. Man mag ihnen eine größere Tendenz unterstellen ihre Meinung zu ändern &#8211; dann käme man immer noch auf den gleichen inneren Kampf; aber mit stumpfen Schwertern.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Eigentlich gibt es nur einen Grund dafür, meinungssensible Bücher zu lesen: Wir wollen Recht haben. Ob wir damit umgehen können, wenn wir es einmal nicht sind hat damit nichts zu tun. Und was ich an meinem Beispiel hier gezeigt habe, hat durchaus allgemeine Gültigkeit. Und wer hier anderer Meinung ist, der sollte sich überlegen wieso &#8211; und warum er diesen Text liest. Oder meinen Blog. <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Was Frauen wollen (und dürfen)</title>
		<link>http://neuealtewelt.wordpress.com/2011/09/20/was-frauen-wollen-und-durfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 09:32:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schreibt man häufig gegen den Feminismus an, entwickelt sich bei Lesern (oder vor Allem: bei weiblichen Lesern natürlich!) oft die Vorstellung, dass man zumindest frauenfeindliche Tendenzen hat. Deshalb hier auch einmal etwas, was das den Unterschied zwischen Feminismus, Feminismen und Gleichberechtigungsbewegungen zeigt.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3543&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3547" title="Was Frauen Wollen" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/09/wasfrauenwollen.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>Schreibt man häufig gegen den Feminismus an, entwickelt sich bei Lesern (oder vor Allem: bei weiblichen Lesern natürlich!) oft die Vorstellung, dass man zumindest frauenfeindliche Tendenzen hat. Dieser Umstand ist der Verwirrung geschuldet, dass der Feminismus die allein selig machende Form weiblichen Widerstands gegen Ungerechtigkeiten aller Art ist und impliziert, dass man &#8211; als Gegner von innerhalb der Frauenbewegung lautstark geforderten Konzepten &#8211; automatisch in Abrede stellt, dass Frauen gleichberechtigt sein sollten. Deshalb hier auch einmal etwas, was das den Unterschied aufzeigt.</p>
<h3><span id="more-3543"></span></h3>
<h3>&#8222;Es kommt nicht auf die Größe an&#8230;&#8220;</h3>
<p>Spricht man vom Feminismus, so denkt man immer an eine homogene Masse miteinander durch gleiche Ziele und Wertvorstellungen verbundener Menschen. Es scheint, als ob sich innerhalb dieses Theoriengebäudes entwickelte Sub-Theorien oder einverleibte Gedankenströmungen perfekt in einen Gesamtprozess integriert würden.</p>
<p>Dem ist bei Weitem nicht so.</p>
<p>Wie bei allen Interessensgemeinschaften gibt es ausgeprägte Unterschiede, die zwar möglichst nicht nach Außen dringen sollen (aus der vernünftigen Annahme heraus, dass die Unterstützung für eine zerstrittene Gruppe geringer wäre als für eine starke Einheit) aber latent vorhanden sind.</p>
<p>Im Grunde ist es ein Leichtes zu zeigen, dass man sich nicht einmal in den Grundzügen einig ist (mal abgesehen davon, dass man sich mehr Rechte wünscht). Ein schönes Thema ist jenes der bevorzugten Penisgröße des jeweiligen Sexualpartners. Hier prallen nämlich zwei Welten aufeinander &#8211; und beide haben durchaus gute Argumente für ihre Positionen!</p>
<p>Die Gruppe &#8222;Wider den Schönheitszwang&#8220; etwa sagt hierzu, dass darüber zu Reden bereits diskriminierend ist und somit ein Problem darstellt. Denn auf der einen Seite zu kritisieren, dass an Frauen ununterbrochen herumgemäkelt wird und sich die Gesellschaft ihre Magermodells erzeugt ist gut und schön &#8211; aber man sollte dann nicht selbiges auf Männer anwenden.</p>
<p>Mit der Forderung nach dem Recht für Frauen darüber sprechen zu dürfen, was sie sich im Bett wünschten, steht die zweite Gruppe dem diametral gegenüber. Denn &#8211; und das ist ebenso berechtigt! &#8211; man kann nicht erwarten, dass jemand mit einem Makel am eigenen Partner leben muss, den er / sie zu akzeptieren eigentlich nicht willens ist. Und darüber sprechen zu dürfen ist ebenfalls ein Grundrecht, dass man Frauen nicht vorenthalten darf.</p>
<p>Das sind übrigens nur zwei große Gruppen; es gibt jede Menge Hybridversionen und weitere Statements zu diesem Thema.</p>
<p>Ich persönlich muss &#8211; aus logischen Überlegungen heraus &#8211; beiden Recht geben. Den (hier ja nur rudimentär und wiederum recht homogen dargestellten) Argumenten der ersten Gruppe möchte ich hinzufügen, dass zwar das Schönheitsideal von der jeweiligen Gesellschaft produziert wird &#8211; aber der Mensch ein angeborenes Bedürfnis nach Ästhetik zu haben scheint. Zu verhindern, dass sich ein solches Bild herauskristallisiert, halte ich für einen Kampf gegen Windmühlen.</p>
<p>Zweiterer Gruppe kann man schon beinahe vorbehaltlos zustimmen. Warum sollte ich mich nicht darüber unterhalten dürfen, dass ich Frauen mit Kurzhaarschnitt ansprechender finde als solche mit langen Haaren. Oder großen Brüsten. Oder langen Beinen. Oder was weiß ich. Wenn sich aber die Vorlieben ausreichend vieler Männer (und enstprechend veranlagter Frauen) kreuzen, besteht wieder die Gefahr der Komposition eines <em></em>Schönheitsideals, welches dann wiederum negativ auf Frauen einwirkt &#8211; womit der Feminismus (als in diesem Punkt ja wohl berechtigte Lobby) allgemein ein Problem hat.</p>
<p>Man kann&#8217;s nicht immer allen recht machen. Und Mann kann&#8217;s dem Feminismus nahezu nie recht machen. Aber Frauen auch nicht.</p>
<h3>&#8222;&#8230;sondern auf die Technik!&#8220;</h3>
<p>Wer den Mythos flacher Hieararchien in Frauenorganisationen aufgesessen ist, der hat noch nie darüber reflektiert. Man sagt Frauen nach, dass sie wesentlich stärker Konsensorientiert wären als Männer; weniger auf den Konkurenzkampf ausgelegt. Das Problem mit dieser Geschichte ist, dass jeder Versuch solche Strukturen zu verhindern unweigerlich damit endet, dass die Unvereinbarkeiten zur Aufsplittung führen.</p>
<p>Das gleiche Problem gibt&#8217;s natürlich auch andernorts. In linken Kreisen spöttelt man, dass drei Leute eine Partei sind (vier aber schon wieder zwei Fraktionen).</p>
<p>Dieses Phänomen ist überwindlich, doch gilt es als unfeminisitsch sich einzugestehen, dass nicht alle ursprünglich erhobenen Forderungen sinnvoll waren. Sie wurden von der Hoffnung getragen durch flache Hierarchien schneller an die Spitze zu kommen um dort (und da bin ich mir sicher, dass das nur gut gemeint war!) rasch etwas zum Positiven verändern zu können.</p>
<p>Und genau das ist ein Teil des Problems &#8211; und für mich ein Grund &#8222;Feminismus&#8220; abzulehnen, einzelne &#8222;Feminismen&#8220; jedoch nicht.</p>
<p>Es ist ein Beispiel dafür, warum ich den Begriff des Feminismus ablehne (er ist mit den lautesten Feminismen verbunden, die rational betrachtet oftmals einen gänzlich falschen Ansatz haben) und egalitäre Konzepte diesem vorziehe. Er ist nichts mehr oder weniger als Lobbyismus zu Gunsten von Frauen mit <em>bestimmten</em> weltanschaulichen Idealen.</p>
<h3>Maskulismus</h3>
<p>Ein Wort noch zum Gegenkonzept des Maskulismus. Der ist nämlich genauso aufgebaut. Hier kommt erneut das von mir bereits beschriebene Phänomen der &#8222;historischen Gerechtigkeit&#8220; zum Tragen. Er wird grundsätzlich abgelehnt, nur weil Frauen lange kämpfen mussten, bis ihnen jemand zugehört hat.</p>
<p>Ich bin kein Beführworter der <em>aktuellen, großen</em> &#8222;Väterrechtler-Verbände&#8220;. Aber diese Bewegung steht auch erst am Anfang, und die Radikalen müssen den Weg für die Gemäßigten freiräumen (was auch bei der Frauenbewegung der Fall war). Ich erwarte, dass sich hier das gleiche einstellen wird, wie beim Feminismus: Es wird unterschiedliche Punkte geben, denen ich zustimmen kann &#8211; und solche, die ich für abstrus halte.</p>
<p>Wichtig dabei ist allerdings, dass man nicht von vornheren abfällig darüber spricht, dass Männer sich diskriminiert fühlen. Denn nicht überall ist das falsch (wir denken hier an Großveranstaltungen, Abendunterhaltungsprogramme, Fitnesscenter u.ä., die in sehr vielen Fällen immernoch billigere Frauentickets verkaufen). Und wir laufen Gefahr, dass bei einer eventuellen Entladung dann die stumpfsinnigen Forderungen zu Trittbrettfahrern der tastächlichen werden.</p>
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		<title>Historische Gerechtigkeit im Feminismus</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 22:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bereich]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
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		<category><![CDATA[Männer]]></category>
		<category><![CDATA[Queer-Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Verlauf der Geschichte hat sich die Menschheit an so einiges gewöhnt. Zu den unfairsten und rücksichtslosesten Elementen verklärter Ideologien gehört das Konzept einer "Historischen Gerechtigkeit", die nicht selten damit einhergeht, dass Übeltäter vergangener Zeiten ihre Bestrafung durch Nachfolger und -fahren erleben sollen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3526&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3539" title="Historische Gerechtigkeit" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/09/historischegerechtigkeit.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>Im Verlauf der Geschichte hat sich die Menschheit an so einiges gewöhnt. Zu den unfairsten und rücksichtslosesten Elementen verklärter Ideologien gehört das Konzept einer &#8222;Historischen Gerechtigkeit&#8220;, die nicht selten damit einhergeht, dass Übeltäter vergangener Zeiten ihre Bestrafung durch Nachfolger und -fahren erleben sollen.</p>
<p>Anwendungsbeispiele gibt es viele &#8211; etwa die Kollektivbestrafungen von Staaten wegen Verbrechen, mit denen die Menschen der heutigen Zeit nichts mehr zu tun hatten, oder der Versuch vor Allem von der &#8222;magischen Seite&#8220; der Frauenbewegung über das Karma oder die Wiedergeburt Rache an Männern zu nehmen. Hier ein kurzer Überblick&#8230;</p>
<p><span id="more-3526"></span></p>
<h3>Voraussetzung</h3>
<p>Am Besten fängt man damit an sich die &#8222;historische Gerechtigkeit&#8220; einmal näher zu besehen um sie definieren zu können.</p>
<p>Die Wurzel dieses Phänomens liegt grundsätzlich in einer Ungerechtigkeit; die Dimension derselben ist dabei allerdings nur mäßig relevant. Es reicht dabei ein Nachbarschaftsstreit ebenso wie jahrhundertelange Sklaventreiberei &#8211; Hauptsache ist, dass auf diese Phase eine Befreiung stattfindet &#8211; oder sich eine Bewegung zur Befreiuung formiert.</p>
<p>Als Beispiel werde ich, aus persönlichem Interesse (und weil hier im Augenblick einfach die interessanteste und offensichtlichste Änderung geschieht!), die Frauenbewegung nennen.</p>
<p>Die Ausgangslage ist klar. Bis hin zu einigen der ältesten Quellen der Menschheitsgeschichte kann nachgewiesen werden, dass Männer Frauen unterdrückten. Ausschlaggebend dafür dürfte die körperliche Überlegenheit gewesen sein; gepaart mit evolutionär bedingter Neigung zum Konkurenzkampf und seinen scheinbar paradoxen Folgen (etwa die Kooperation von Gruppen im Streit gegen Einzelne oder andere Gruppierungen). Ein unleugbarer Fakt.</p>
<p>Als die Frauenbewegung anfing in Schwung zu kommen, war alleine das Aussprechen dieser Tatsachen schon der gesellschaftliche Tot. Also musste eine Radikalisierung stattfinden. Ähnlich wie überall anders auch setzten sich in der Frauenbewegung jene durch, die am zielstrebigsten, härtesten und (emotional) stärksten waren. Der Versuch eine Hierarchie zu vermeiden war von Anfang an fest integrierter Bestandteil der Überlegungen &#8211; und eine Unmöglichkeit. Denn in jeder Gruppe gibt es Charaktere die dazu neigen ihre Meinung durchzusetzen; 100%ige Demokratie lässt sich schon alleine deshalb nicht verwirklichen, weil Entscheidungen zu treffen ein oftmals durch den Mangel von Zeit schwieriges Unterfangen ist.</p>
<p>Über kurz oder lang bilden sich also genau jene Verhaltensmuster heraus, die es zu vermeiden und bekämpfen galt.</p>
<p>Als die ersten Erfolge erzielt wurden, vergaß man schnell wie es dazu kommen konnte. Denn zu jedem Recht, dass Frauen sich erkämpften, gehörte ein Tross von Männern, die es gewährten. Das klingt nun süffisant; aber nur weil wir heute von einer anderen Lage ausgehen. Damals waren ausschließlich Männer in der Position geltendes Recht zu sprechen &#8211; ihr Einlenken war also eine <em>technische</em> Notwendigkeit für die Durchsetzung entsprechender neuer Gesetzesvorlagen wie etwa dem Frauenwahlrecht. Ein schönes Beispiel hierfür ist der US-Bundesstaat Colorado, der 1893 in einer (Männer-) Abstimmung dem weiblichen Geschlecht selbiges gewährte.</p>
<p>Je mehr Fortschritte gemacht wurden, desto schneller verstand man, dass nur Radikalität in der Formulierung dazu führen konnte, dass sich weitere Frauen der Bewegung anschlossen. Hätte man davon gesprochen, dass Frauen &#8222;hie und da vielleicht auch ihre Meinung zur Politik abgeben dürfen sollten&#8220; &#8211; man hätte vermutlich nicht erkämpft, was man mit der Aussage, dass das Frauenwahlrecht ein natürliches sei erreichen konnte.</p>
<h3>Das Umschlagen</h3>
<p>Im Bestreben Frauen diese Unterdrückung erstmal klar zu machen, denn es war keineswegs so, dass sich sämtliche Frauen sofort hinter der Idee versammelten sich aus der eigenen Knechtung zu befreien, griff man auf die Taktik zurück den Feind zu verallgemeinern und vermittels der krassesten Schilderungen schrecklich genug darzustellen, als dass die Motivation ihn abzudrängen entstehen konnte.</p>
<p>Vom Prinzip her ist es das, was Staaten überlicherweise dann tun, wenn sie vorhaben einen Krieg gegen einen Feind zu führen. Sie erstellen ein Stereotyp das nahe genug an der Wahrheit liegt um nicht sofort und mit aller Entschiedenheit durch die Bevölkerung zurückgewiesen werden zu können, und doch weit genug davon entfernt liegt, um durch die Überzeichnung den eigenen Interessen einen Mehrwert zu geben.</p>
<p>Ein Beispiel dafür wäre etwa, dass Männer und Frauen zwar (statistisch gesehen) unterschiedliche Lebenserwartungen haben, aber in manchen Ländern zur gleichen Zeit in Pension / Rente gehen können &#8211; in einigen (wie etwa Österreich) sind es sogar die kurzlebigeren Männer, die länger arbeiten müssen. Durch geschickten Einsatz der Überzeichnung von im Arbeitsmarkt abdrängenden Männern, wird dieses Faktum einfach ignoriert.</p>
<p>Die Installation einer Diskussion rund um den medial bestens inszenierten &#8222;<a title="Wikipedia: Gender Pay Gap" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Wage_Gap" target="_blank">Gender-Pay-Gap</a>&#8220; (etwa durch den &#8222;<a title="Wikipedia: Equal Pay Day" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Equal_Pay_Day" target="_blank">Equal Pay Day</a>&#8222;) täuscht zum Beispiel darüber hinweg, dass die Berechnung der Durchschnittsgehälter von Männern und Frauen mit unpassenden Methoden durchgeführt wird. Durch das ständige Pushen der Berichterstattung zum Thema Sexualstraftaten wird der Eindruck erweckt, dass Männer im Grunde rein Testosterongesteuerte Monster wären.</p>
<p>Ein Blick in die Statistiken zeigt allerdings, dass die Anzahl der Straftaten sich in Grenzen hält. So wurden in Deutschland <a title="Bundesregierung.de: Weniger Kriminalität in Deutschland" href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2009/06/2009-06-15-polizeiliche-kriminalstatistik.html" target="_blank">2009 über 6.1 Millionen Straftaten</a> zur Anzeige gebracht. Davon waren <a title="Wikipedia: Vergewaltigung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vergewaltigung#Deutschland_2" target="_blank">7.314 Vergewaltigungen</a> (also 0,1%). Setzen wir die Dunkelziffer in Höhe aller mit dem Sexualstrafrecht in Bezug stehenden Verbrechen an, dann wären das 0,9%.</p>
<p>Das macht den Einzelfall nicht weniger tragisch &#8211; soll aber das Bild vom derart stark triebgesteuerten Mann (als Stereotyp) wie es der Feminismus heute zeichnet, um dann mit dem Vorschlag zu kommen männliches Verhalten per genehmer Erziehung anzupassen, zurechtrücken.</p>
<p>Aus der Gleichberechtigungsbestrebung, die darauf abziehlte Frauen gleiche Rechte einzuräumen, wurde eine Lobby geboren. Zwar forderte man in der Folge auch gleiche Pflichten &#8211; doch die waren in erster Linie für Männer gedacht (etwa im Haushalt). Freiwillig setzte sich kaum eine Frau dafür ein etwa Wehrdienst leisten zu <em>müssen</em> (nicht zu verwechseln mit <em>dürfen</em>!). Die Durchsetzung von Rechten für Frauen durch sogenannte &#8222;positive Diskriminierung&#8220; und das Übergeben von Pflichten an Männer durch das Erzeugen von Empörung (und Einflussnahme auf die Erziehung) wurde pervertiert, und führte zu Gruppierungen, die für diese Tätigkeit bezahlt wurden.</p>
<p>In Folge des letzten Punktes entstand ein starkes Interesse daran die Empörung hochzuhalten. So identifizierten sich viele Feministen nicht nur ideologisch mit dieser Weltsicht, sondern wurden davon auch wirtschaftlich abhängig. Würde publik, dass die Gender-Wage-Gap (zumindest in <em>diesem Ausmaß</em>) eine Illusion ist &#8211; sie wären arbeitslos. Und um den Erhalt des eigenen Jobs (vor allem dann, wenn er in das eigene, zumeist unreflektierte, Weltbild passt!) zu gewährleisten, verschweigt man sich vor Allem selbst so manches.</p>
<h3>Die Konstruktionsphase</h3>
<p>Je mehr politische Rechte Frauen zugestanden wurden, desto enger wurde der Raum für neue Forderungen &#8211; und abstruser (man gestatte mir die persönliche Färbung) die Ideen. Anstatt danach zu trachten die sexuelle Vielfalt (zB. über den Weg der Ethik) zu schützen, wurden Theorien über deren Herkunft geschmiedet. Ein Klassiker ist der Versuch die Geschlechter gänzlich zu dekonstruieren (also zu leugnen, dass es tatsächlich Mann und Frau im biologischen Sinne gibt). Oder man versuchte zu beweisen, dass das <a title="Wikipedia: Queer-Theorie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Queer-Theorie" target="_blank">nur gesellschaftliche Installationen</a> wären und stritt jeden automatischen Zusammenhang zwischen (biologischem) Geschlecht und Verhalten ab.</p>
<p>Immer wichtiger wurde herauszustreichen, dass man von Anfang an in die Erziehung eingreifen müsste. Als die (eben durch Biologie erzeugten) Unterschiede wegdiskutiert worden waren, stürzte man sich darauf die vermeintlich besseren Jobs umzuschichten. Und genau da wurde die &#8222;historische Gerechtigkeit&#8220; im Bezug auf den Feminismus geboren.</p>
<p>Traditionell waren weniger Frauen in bestimmte Positionen gekommen. Hätte man zuvor nicht die Natürlichkeit von Differenzen zwischen den Geschlechtern in Abrede gestellt, wäre man Gefahr gelaufen in Argumentationsnot zu geraten; zum Beispiel dann, wenn klar geworden wäre, dass es einen physiologischen <em>Grund</em> für die Tatsache geben <em>konnte</em> (hier wurde ja auch noch nichts beweisen), dass Frauen weit weniger häufig technische Studienrichtungen wählten.</p>
<h3>Historische Gerechtigkeit</h3>
<p>Indem man ins Feld führte, dass das nicht an der Materie an sich lag, sondern an der Soziologisierung &#8222;der Frau&#8220;, ermöglichte man eine &#8222;positive Diskriminierung&#8220;. Man stellte die Hypothese auf, dass es den Frauen <em>in ihrer Gesamtheit</em> erst dann besser ginge, wenn man jene, die sich <em>jetzt schon</em> bewarben, gegenüber ihren männlichen Kollegen bevorzugte.</p>
<p>Im Klartext hieß das: Wenn eine Frau und ein Mann sich für den gleichen Posten bewerben, so <em>muss</em> die Frau bevorzugt werden. Im Umkehrschluss bedeutet dass, dass man als Mann benachteiligt werden <em>muss</em>. Gerechtfertigt wurde das dadurch, dass <em>in der Vergangenheit</em> Frauen nicht ausreichend gefördert wurden und deshalb heute bevorzugt werden müssten, um annähernd Parität erzeugen zu können.</p>
<p>Was heißt das aber für jemanden, der in dieser Phase <em>als Mann</em> geboren wird? Eigentlich bedeutet es, dass er Pech gehabt hat; denn man versucht die Tatsache, dass die eigenen Vorfahren durch ihre Geburt als Mann Vorteile hatten dadurch auszugleichen, dass man heute als Frauen geborenen Menschen ebensolche verschafft.</p>
<p>Doch schafft man so Gerechtigkeit? Vergleichen wir doch die Lage im 17. Jahrhundert mit jener im 21. &#8211; und sehen wir uns an, ob man das also tut.</p>
<p>Betrachtet man es aus dem Blickwinkel der Menschheit in <em>zeitlosem</em> Kontext (also so, als würde die Erde immer von den selben Menschen bevölkert und diese wären unsterblich), so stellt sich das folgender Maßen dar: Im 17. Jahrhundert (und ich denke, dass man das Pauschal sagen kann) hatte es karrieretechnisch einen Vorteil als Mann auf die Welt zu kommen. 1:0 für die Männer. Im 21. Jahrhundert wird man (wie oben beschrieben) bei gleicher Qualifikation als Frau bevorzugt. 1:1 für die Frauen.</p>
<p>Was aber, wenn man man jedes Menschenleben einzeln sieht? Mann im 17. Jahrhunder gegenüber Frau in der gleichen Epoche: 1:0. Frau gegenüber Mann in dieser Zeit: 1:0. Wir können nicht mehr ändern, was in der Vergangenheit geschehen ist; aber wir können verhindern, dass der gleiche Fehler (wenn auch gespiegelt!) wieder gemacht wird.</p>
<h3>Machen wir uns nichts vor&#8230;</h3>
<p>&#8230;es muss sich noch einiges ändern. Gleichberechtigung gibt es aktuell nicht; und das will auch niemand wegdiskutieren (der bei Verstand ist). Aber wir stellen diese nicht dadurch her, dass wir versuchen uns an Menschen zu rächen, die längst tot sind. Heute sind wir allerings in einer einzigartigen Situation: Wir haben nicht ein Geschlecht befreit, wir haben das zweite auch geknechtet (und selbstverständlich alles, was dazwischen liegt).</p>
<p>Worum es gehen muss, ist <em>den Stellenwert</em> von traditionell weiblichen Tätigkeiten anzuheben, anstatt die Unantastbarkeit individueller Würde eines Mannes in Grund und Boden zu diskutieren. Wir müssen uns den Fakten stellen &#8211; ob sie uns nun passen, oder nicht. Dazu gehört, dass der Anteil von Hausarbeit, der von Frauen erledigt wird, zu hoch ist, und jener von Männern zu niedrig (pauschal ausgedrückt und mit tendenziell sich ständig verbessernden generationsbedingten Entwicklungen). Aber auch, dass man niemanden auf Grund der Umstände seiner Geburt benachteiligen oder bevorzugen darf, selbst wenn das noch so verlockend ist.</p>
<p>Begriffe wie &#8222;das schwache Geschlecht&#8220; müssen endlich weg. Es sind Kategorien für schwache Argumentation, zumeist basierend auf Größenwahn, maßloser Selbstüberschätzung und ethisch fragwürdigem Charakter. Und dabei ist es egal ob es sich um Männer oder Frauen handelt, die das jeweils andere einer allgemeinen Schwäche bezichtigen. Persönlich finde ich Frauen, die das tun, widerlicher &#8211; aber das liegt daran, dass ich von ihnen dann besonders enttäuscht bin. Gerade, wenn man sich betrachtet, dass sich diese besonders als Opfer der Umstände sehen, müsste man annehmen können, dass ihnen klar ist wie borniert und dümmlich solche Sprücheklopfereien sind.</p>
<h3>Nachwort</h3>
<p>Selbstverständlich wird auf viele Punkte nicht im Detail eingegangen &#8211; und man gestatte mir hie und da eine im Bezug auf die Artikellänge notwendige Unschärfe. Außerdem bin ich nicht unfehlbar. Und spät ist es auch schon. <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es gibt noch eine ganze Menge anderer, fadenscheiniger Argumentationen um die Bevorzugung von Frauen bei der Stellenvergabe zu rechtfertigen, die allesamt darauf hinauslaufen, dass jemand dafür abgestraft wird, dass jemand <em>anderer</em> (nicht nur in historischem Kontext) etwas ethisch bedenkliches tut. Zum Beispiel sprechen manche Frauen von &#8222;ausgleichender Gerechtigkeit&#8220; im Bezug auf positive Diskriminierung, weil sie der Meinung sind, dass es ja nur dann unfair gegenüber Männern wäre, wenn Frauen das gleiche verdienten wie Männer.</p>
<p>Eine zutiefst abstruse Behauptung. Selbst dann, wenn es eine ausgeprägte Gender-Wage-Gap tatsächlich geben sollte, weil hier ein Zusammenhang zwischen dem Verursacher und dem Nutznießer eines Misstands konstruiert wird. Der Schuldige (oder Benachteiligte) wäre dann jemand, der von der &#8222;Straftat&#8220; ohnehin nichts hätte. Er würde für etwas verurteilt, was er noch gar nicht getan hat. Aber dazu kommen wir ein ander Mal&#8230; <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
		<item>
		<title>Feminismus, Glaube und echte Unterdrückung</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 21:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sicherlich gibt es schlimmeres als blinden Gehorsam. Zum Beispiel seine Folgen. Die Scharia soll Grundlage des neuen libyschen Verständnisses von Gerechtigkeit werden. Kann das gutgehen?<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3516&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/09/feminsmusglaubeunterdrueckung.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3519" title="Feminsmus, Glaube und Unterdrueckung" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/09/feminsmusglaubeunterdrueckung.jpg" alt="" width="600" height="140" /></a></p>
<p>Sicherlich gibt es schlimmeres als blinden Gehorsam. Zum Beispiel seine Folgen. Dieser Tage wird wieder eindrucksvoll aufgezeigt wie leicht man sich in die Gefilde hirnlosen Nachtrampelns begeben kann: Es mehren sich die Gerüchte, dass Libyen &#8211; eben noch von einem Tyrannen geknechtet &#8211; sich nun, aus mehr oder weniger freien Stücken, der nächsten Tyrannei in die Arme wirft.</p>
<p>Die <a title="Wikipedia: Scharia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scharia" target="_blank">Scharia</a> soll Grundlage des neuen libyschen Verständnisses von Gerechtigkeit werden. Kann das gutgehen? Und wo bleibt die Unterstützung durch Feministinnen aus unseren Breiten?</p>
<p><span id="more-3516"></span></p>
<h3>Pseudokämpferinnen</h3>
<p>Man kennt mich ja nicht gerade als Freund des Feminismus in seiner heutigen Form. Ganz im Gegenteil. Mir ist zuwider, wie sich einige gutbezahlte Akademikerinnen über die Probleme anderer lustig machen, indem sie von jeder Frau erwarten es als ihre Lebensplanung zu begreifen deren Erwartungshaltungen zu erfüllen. Feministinnen, die sich für Frauen in der Baubraunche stark machen (und hier sprechen wir von <em>Bauarbeiterinnen</em>, nicht von <em>Ingenieurinnen</em>) sind der Inbegriff des Heuchelns.</p>
<p>Leider waren sie aber in einem Punkt ausgesprochen erfolgreich: Heute verwechseln viele Feminismus und Frauenbewegung. Und beide mit dem Bestreben Gleichberechtigung herzustellen. Denn Feminismus ist pures Lobbying (und das hatte durchaus seine Berechtigung).</p>
<p>Wenn sich die guten Damen von &#8222;dieStandard&#8220; etwa immer wieder dazu hinreißen lassen die allein selig machende Lösung parat zu haben, dann ist das nicht nur <em>nicht unterstützenswert</em>, sondern sollte schlichtweg ignoriert werden. Selbstverständlich darf hier keine Generalverurteilung stattfinden; wie überall gilt der Einzelfall zu prüfen. Denn auch das blindeste Huhn nimmt manchmal die Verfolgung auf.</p>
<h3>Echte Kämpferinnen</h3>
<p>Wo in unseren Breiten Plattitüden á la &#8222;There is no war but genderwar.&#8220; Eingang in die Annalen der sinnentleertesten Mantras finden, durchleben die Frauen in Libyen eine ganz andere Realität. Dort wird nämlich tatsächlich geschossen. Unter Kugelhagel setzen sich diese Frauen aufopferungsvoll für das Überleben aller ein, für eine bessere Welt innerhalb der eigenen Einflussgrenzen. Flugblätter werden verteilt, Ehemänner, Söhne und Brüder versorgt und unterstützt und bisweilen vermutlich tatkräftig mitgekämpft.</p>
<p>Während unsere bezahlten und zumeist gutsituierten Gender-Expertinnen wiederholt darauf hinweisen wie wichtig es doch ist einer Gender-Pay-Gap nachzujagen, die in Wahrheit bereits <a title="Brandeins: Die Besserverdienerinnen" href="http://www.brandeins.de/archiv/magazin/wir-lieben-die-vielfalt/artikel/die-besserverdienerinnen.html" target="_blank">widerlegt werden konnte</a> (hier kommt der Lobby-Aspekt übrigens zum Tragen!), haben diese Frauen unwiderlegbare Probleme. Und zu allem Überfluss scheinen sie nun auch um die Früchte ihrer hingebungsvollen Mitarbeiten an dieser Revolution betrogen zu werden.</p>
<p>Denn die Scharia ist, anders als die Verfassungen unserer säkularisierten Staaten, nicht unbedingt für ihre Bestrebung bekannt Frauen ein schönes Leben zu ermöglichen.</p>
<p><em>Das</em> sind Probleme, um die man sich kümmern muss. Hier sollten sie sich mit aller Kraft einsetzen &#8211; denn die Signalwirkung wäre verheerend. Man stelle sich vor: Die übrigen Länder innerhalb des islamischen Frühlings schlössen sich dem uneingeschränkt an. Wofür, frag&#8217; ich mich, haben wir (ich meine den Westen, auch wenn Österreich selbst angeblich neutral blieb) denn eigentlich geholfen? Wir (die europäischen Bürger) wollten diesen Menschen helfen; nicht sie in die nächste Sklaverei treiben.</p>
<p>Kein Wunder, dass dieser Übergangsrat dagegen ist UNO-Soldaten zu stationieren. Kontrolle von Außen ist in Ländern mit religiös fundierten Systemen eigentlich <em>nie</em> gewünscht (ebenso wie in allen anderen faschistischen Diktaturen).</p>
<h3>Es ist still geworden</h3>
<p>Wo bleibt da der Aufschrei?! Sich für das Binnen-I einzusetzen scheint weit mehr im Interesse der Feminismus-Lobby zu liegen als sich um das Wohl dieser Frauen tatsächlich zu sorgen. Denn dazu müsste man etwas riskieren. Und man müsste zugeben, dass gar keine Gewalt auch keine Lösung ist.</p>
<p>Ewige Wahrheiten gibt es nicht; das gilt für die 10 Gebote ebenso wie für sämtliche politischen Theorien dieser Welt. Meine eigenen eingeschlossen.</p>
<hr />
Weitere Quelle: <a href="http://www.taz.de/Libysche-Frauen-solidarisieren-sich/!78185/" target="_blank">TAZ: Libysche Frauen solidarisieren sich</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuealtewelt.wordpress.com/3516/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuealtewelt.wordpress.com/3516/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3516&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ja, Tradition ist ein Problem.</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 19:27:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Fremdbestimmt]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine mögliche Übersetzung für das Wort "Tradition" lautet "Auslieferung". Selbstverständlich ist auch die "Überlieferung" eine Variante. Aber wenn man sich eingehender mit der Thematik beschäftigt stellt man schnell fest, dass die Grenzen ohnehin fließend sind, und in Wahrheit beides zutrifft.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3507&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3511" title="Ja, Tradition ist ein Problem." src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/09/tradition.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>Selbstbestimmung ist eines der großen Schlagworte des beginnenden 21. Jahrhunderts. Ein wenig hinter dem &#8222;großen Bruder&#8220; Selbstständigkeit zurückbleibend, drückt es genau das aus, wonach eigentlich jeder trachtet: Der Fähigkeit selbst zu entscheiden, was mit einem geschieht.</p>
<p>In einer Zeit, in der es als chique gilt jeden sich selbst zu überlassen (sozusagen die Kehrseite der Selbstbestimmung), finde ich es wirklich interessant, wie Begriffe wie jener der &#8222;Tradition&#8220; <em></em><span style="text-decoration:underline;">k</span>einen Wandel durchmachen. Denn sie scheinen irgendwie immer noch positiv belegt &#8211; wider alle Vernunft. Ein Statement.</p>
<p><span id="more-3507"></span></p>
<h3>Was Tradition heißt</h3>
<p>Ohne sich ein genaues Bild vom Objekt der Diskussion zu machen, kann man sich kein Urteil darüber bilden. So hilft es nicht nur, sondern ist geradezu notwendig sich den Begriff &#8222;Tradition&#8220; genauer zu besehen. Und schon gelangen wir an einen Punkt, der recht gut illustriert, was ich im Anschluss ausführen möchte: Eine mögliche Übersetzung lautet nämlich &#8222;Auslieferung&#8220;. Selbstverständlich ist auch die &#8222;Überlieferung&#8220; eine Variante. Aber wenn man sich eingehender mit der Thematik beschäftigt stellt man schnell fest, dass die Grenzen ohnehin fließend sind, und in Wahrheit beides zutrifft.</p>
<h3>Die Stille Post der Zeitalter</h3>
<p>Was wir im Allgemeinen mit der Tradition verbinden, ist die &#8222;Überlieferung&#8220;. Sobald wir das hören, denken wir an graue Vorzeiten, eventuell uns sogar ins Altertum zurück, wo sich bärtige Druiden oder wahlweise ergraute Schamaninnen (etc.) über ein Feuer beugend die Zeit damit vertreiben, den Angehörigen ihres Stammes Geschichten darüber zu erzählen, dass man in ihrer eigenen grauen Vorzeit schon so gehandelt habe. Es bekommt die &#8222;Überlieferung&#8220; damit eine Art &#8222;urtümlichen Touch&#8220;, einen zeitlosen Beigeschmack.</p>
<p>Das verhindert in vielen Fällen zwar das Hinterfragen nicht, scheint aber in manchen Menschen die Sehnsucht nach einer Zugehörigkeit zu stärken (egal zu was genau, aber davon später mehr) und sie so zu Dienern von Verhaltensmustern zu machen, die sie in vielen Fällen gar nicht mehr verstehen. Ein Spieltrieb, im Grunde, den sie zu befrieden suchen.</p>
<p>Interessant ist, dass oftmals zumindest vermeintlich sinnvolle Verhaltensmuster kopiert werden. Ein klassisches Beispiel dafür ist der Maibaum, der &#8211; vor allem in ländlichen Gebieten &#8211; sich immer noch gleichbleibender Beliebtheit erfreut. In jenen Zeiten, aus denen der Brauch stammt, hatte dieser Pflock, den man in die Erde steckte, magische Bedeutung &#8211; doch das ist den Meisten gar nicht bewusst. Sie stecken einfach einen Pflock in die Erde, weil es Menschen vor ihnen so getan haben. Weil sie wissen, dass sich das so gehört.</p>
<p>Nüchtern betrachtet, ist das eine absolut sinnlose Handlung. Ein Fest feiern, kann man auch aus anderen Anlässen (sinnvoll oder nicht bleibt eine Frage des Geschmacks), dazu muss man das nicht machen. Man stelle sich vor, jemand geht am 14. August (Hausnummer) her, und steckt einen riesen Pflock in sein Feld; an seiner Spitze ein kleines Tannenbäumchen. Die Leute würden sich alle fragen, ob derjenige nicht alle Tassen im Schrank hat. Macht er das gleiche aber vor dem Mai ist alles in Ordnung mit ihm.</p>
<p>Ein Gegenargument wäre zu sagen, dass man dieses Wesen auch als seltsam abstempeln würde, wenn es etwa am 14. August in voller Wintermontur aufkreuzte. Stimmt &#8211; mit einem Unterschied: Hier geht es nicht um Tradition, sondern um eine sinnvolle Maßnahme im Bezug auf die Winterkälte, die vermutlich völlig unangbracht erscheint, weil die Faktoren, die sie sonst erforderlich machen, nicht gegeben sind. Welche wären das aber, wenn man den Maibaum ansieht?</p>
<h3>Schutzlos</h3>
<p>Die für mich wesentlich interessantere Bedeutung des Wortes &#8222;Tradition&#8220; hängt aber mit der Übersetzung &#8222;Auslieferung&#8220; zusammen. Denn hier wird schon offensichtlicher, dass es sich bei Handlungen dieser Art um einen subversiven Eingriff der Vergangenheit handelt. Tradition bedeutet hier, sich auf das Urteil anderer zu verlassen (zumeist jener, die gar nicht mehr am Leben sind); die fanden das sinnvoll, deshalb wird&#8217;s heute auch gemacht. Egal ob&#8217;s nun sinnentleert ist.</p>
<p>Ein Zustand, in dem man seine Handlungen nicht reflektiert, ist eine Art Rausch. Alkoholkonsum führt zu genau diesem Verhalten: Wir achten gar nicht mehr darauf, ob wir uns &#8222;richtig&#8220; oder &#8222;falsch&#8220; (die Begriffe benutze ich jetzt einmal lapidar als &#8222;von anderen Anwesenden goutiert &#8211; oder eben nicht) verhalten.</p>
<h3>Die Konsequenzen</h3>
<p>Betrachtungen dieser Art führen natürlich zu der Frage, ob das denn eigentlich erwähnenswert ist. Solange es nämlich keine Probleme mit einem Faktum gibt, hat derjenige der darüber philosophieren oder diskutieren will stets damit zu kämpfen, dass er selbige rechtfertigen muss. Also will ich mich auch darauf stürzen um zu zeigen, dass es eigentlich gar nicht so harmlos ist, wie es auf den ersten Blick scheint.</p>
<p>Denn bereits beim zweiten Blick fällt auf <em>wie umfassend</em> dieser Begriff eigentlich ist. Tradierte Handlungsmuster machen einen großen Teil unseres täglichen Lebens aus. So kleiden wir uns jeden Morgen an, ohne, dass das (zum Beispiel im Sommer) tatsächlich Sinn macht. Die Wahl der Kleidungsstücke ist in vielen Fällen auf solche Muster zurückzuführen; oder warum können Frauen in unseren Breiten Röcke tragen, Männer aber nicht? Rasieren oder schminken wir uns? Welche Grußformel(n) benutzen wir? Und wissen wir was &#8222;Tschüss&#8220; wirklich bedeutet, oder benutzen wir es als Worthülse? Wissen wir, dass es auf den (christlichen) Gott referenziert?</p>
<p>Es wird deutlich, dass folgendes ein Problem darstellt: Tradition ist unhinterfragtes kopieren von Verhaltensmustern. Unser Leben besteht zum größten Teil aus solchen. Wie gehen wir dann eigentlich durchs Leben?</p>
<h3>Ausgrenzung durch andere unreflektierte Verhaltensmuster</h3>
<p>Zu spürbaren Reibereien führt dieses Verhalten dann, wenn verschiedene Traditionen aufeinanderprallen. So geschieht das etwa, wenn jemand aus anderen Erdteilen in einem &#8222;kulturell andersartigen&#8220; Raum wohnhaft wird. Da treffen dann nämlich unhinterfragte Verhaltensmuster auf andere unhinterfragte Verhaltensmuster &#8211; und erzeugen einen Kampf zwischen längst verstorbenen Ahnen.</p>
<h3>Was heißt das konkret?</h3>
<p>Leider ist es nahezu unmöglich sich mit jeder einzelnen Handlung auseinanderzusetzen. Wir können nicht alles und jedes hinterfragen. Wir sollten das aber bewusst forcieren. Denn es lohnt sich Tradition als eine Art humoristisches Hintergrundrauschen wahrzunehmen, welches aus der Vergangenheit an unser geistiges Ohr dringt und uns wirr handeln lässt.</p>
<p>Und manchmal hilft diese Sichtweise sogar, sich gegen Vorurteile zu wappnen.</p>
<p>Übrigens bekleide ich mich trotzdem jeden Tag. <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuealtewelt.wordpress.com/3507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuealtewelt.wordpress.com/3507/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3507&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Beichtgeheimnis &gt; Kinderglück?</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 21:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was den Umgang mit Menschen allgemein anlangt, kann man Christen im Allgemeinen - und Katholiken im Besonderen! - ja als schwer von Ethik befallener Mensch nicht unbedingt nachsagen, dass sie sich korrekt verhielten. Interessant wird das Ganze aber, wenn die Verpflichtung dazu das sprichwörtliche Maul aufzumachen, sobald man weiß, dass ein Kind missbraucht wird, ein Problem für das Gewissen darstellt.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3489&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3496" title="Beichtgeheimnis" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/09/beichtgeheimnis.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>Was den Umgang mit Menschen allgemein anlangt, kann man Christen im Allgemeinen &#8211; und Katholiken im Besonderen! &#8211; ja als schwer von Ethik befallener Mensch nicht unbedingt nachsagen, dass sie sich korrekt verhielten. Interessant wird das Ganze aber, wenn die Verpflichtung dazu das sprichwörtliche Maul aufzumachen, sobald man weiß, dass ein Kind missbraucht wird, ein Problem für das Gewissen darstellt.</p>
<p>So gesehen bei den irischen Priestern, <a title="Tagesschau: Irland will Beichtgeheimnis aufheben" href="http://www.tagesschau.de/ausland/beichtgeheimnis100.html" target="_blank">die gegen ein Gesetz der Regierung sturmlaufen</a>, dass es unter Strafe stellen soll zu verschweigen, wenn man ein Kind vor einem grausamen Peiniger retten könnte.</p>
<p><span id="more-3489"></span></p>
<h4>Leider. Nein.</h4>
<p>Im Mittelalter, als die christliche Religion noch uneingeschränkten Einfluss auf das Leben der Menschen hatte (zumindest unserem heutigen Verständnis nach!), war selbstverständlich, dass das kirchliche Recht über dem weltlichen stand. Nun braucht man &#8211; als Anhänger einer anderen religiösen Weltanschauung &#8211; darüber nicht groß spotten; denn so ist das zweifelsfrei auch gewesen, als noch heidnische Herrscher die Lande regierten. Mit diversen Adaptionen eben verständlich.</p>
<p>Als die Menschheit dann, der Logik folgend, erkannte, dass es definitiv zu nichts Gutem führt, wenn man beweislosen Mitbürgern auf Basis schräger Behauptungen (angefangen bei einem Gott, der einen Sonnenwagen hinter sich herzieht, endend bei einem, der sich selbst als seinen eigenen Sohn auf die Erde schickt und dort opfert um seinen menschlichen Versager-Kindern zu vergeben, während er angeblich an sich selbst zweifelt) das Szepter überlässt, fiel die Machtposition ihrer Institutionen (heute: Lobbys) in sich zusammen. Zwar nicht unbedingt mit der Geschwindigkeit eines Kartenhauses, aber immerhin.</p>
<p>Dahinter steckte ein perfider Plan: Was ich nicht sehen kann, ist nicht für alle gleich. Wenn wir uns darüber nicht einig sind was wir nicht sehen können, ist der nächste logische Schritt eben sich auf das zu konzentrieren, was für alle gleich ist, sprich: was wir eben sehen. Materialismus führte zu Säkularismus, der wiederum dazu, dass wir es heute nicht mehr selbstverständlich finden, dass ein Priester von seiner Pflicht entbunden werden sollte im Ernstfall Nothilfe zu leisten.</p>
<h4>Selbstverständlichkeiten</h4>
<p>Eines sollte nämlich klar sein: Wenn ich helfen <em>kann</em> ein dramatische Ereignisse für andere zu vermeiden, dann bin ich ethisch dazu <em>verpflichtet</em>; umso mehr, wenn ich keine Folgen zu erwarten habe.</p>
<p>Dieser Argumentation folgen wir seit der Aufklärung; wir verdanken sie mutigen Philosophen, die sich gegen die Herrschaft eben jener Institutionen stellten, die heute dieses unverständliche Verhalten an den Tag legen und mit einer Dreistigkeit sondergleichen sagen, dass sie lieber nicht helfen wollten, weil ihr imaginäres Alpha-Männchen ihnen leider nicht gestattet darüber zu reden was ein anderer sagt. Und das, weil dieser im sprichwörtlichen Leo<sup>1</sup> (in diesem Fall eben der Beichtstuhl) sitzt.</p>
<p>Experten, die hier hilfreich zur Seite stehen, in dem sie extrem weit hergeholtes einfach als Möglichkeit zur Möglichkeit in den Raum stellen, sollten übrigens schnellstens überprüft werden.</p>
<p>Der Abbau von Privilegien für Kirchen und Religionsgemeinschaften muss zügiger Vorangehen. Nicht, weil nicht jeder das Recht haben sollte zu glauben, was ihm das Beste scheint &#8211; sondern weil wir dafür sorgen müssen, dass ein einfaches &#8222;Weil mir das eine Stimme gesagt hat.&#8220; als Begründung für Fehlverhalten (also schädigendes Verhalten gegenüber anderen) niemals ausreicht.</p>
<hr />
<h5>Anmerkungen</h5>
<p><span style="text-decoration:underline;"><span style="font-size:9px;"><strong>1</strong></span></span><span style="font-size:9px;font-style:italic;"> Ein österr. Kaiser mit Namen Leopold ließ einen speziellen Asyl-Ring am Wiener Stephansdom anbringen. Wer diesen berührte, erhielt automatisch Asyl und konnte vorläufig nicht belangt werden. Bei &#8222;Fangen&#8220;-Spielen der Kinder findet das durch ein &#8222;Leo&#8220; Ausdruck. Sobald sich ein Mitspieler in selbigem befindet (es wird vorher festgelegt), darf er nicht mehr &#8222;gefangen&#8220; werden.</span></p>
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		<item>
		<title>Ein wenig Kultur</title>
		<link>http://neuealtewelt.wordpress.com/2011/08/21/ein-wenig-kultur/</link>
		<comments>http://neuealtewelt.wordpress.com/2011/08/21/ein-wenig-kultur/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 19:07:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bereich]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzkommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Aktmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[Leopoldmuseum]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich heute zum Thema "Selbstständigkeit" schreiben, weil mir ein wirklich interessantes Buch zu diesem Thema in die Hände gefallen ist. Aber stattdessen habe ich beschlossen eines meiner Lieblingsgemälde hier hereinzustellen. :)<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3475&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3480" title="Ein wenig Kultur" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/08/einwenigkultur.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>Eigentlich wollte ich heute zum Thema &#8222;Selbstständigkeit&#8220; schreiben, weil mir ein wirklich interessantes Buch zu diesem Thema in die Hände gefallen ist. Darin wird beschrieben, dass das Aufkommen des &#8222;Selbstverwirklichungsgedankens&#8220; erst zu einer wirklichen Leistungsgesellschaft führte; und diese wiederum zur massenhaften Verbreitung von psychischen Erkrankungen wie der Depression.</p>
<p>Aber stattdessen habe ich beschlossen eines meiner Lieblingsgemälde hier hereinzustellen. <img src='http://s2.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span id="more-3475"></span></p>
<div id="attachment_3476" class="wp-caption alignright" style="width: 243px"><img class="size-medium wp-image-3476" title="Mädchen im Spiegel" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/08/cimg0528.jpg?w=233&#038;h=300" alt="" width="233" height="300" /><p class="wp-caption-text">&quot;Mädchen vor dem Spiegel&quot;, Sergius Pauser (1931)</p></div>
<h3>Der Lichtblick</h3>
<p>Es wurde 1931 von <a title="Wikipedia: Sergius Pauser" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sergius_Pauser" target="_blank">Sergius Pauser</a> gemalt; in einer Zeit des Umbruchs und der Krise. Die Weltwirtschaft war am Boden und Künstler waren ohnehin ständig von finanziellen Engpässen bedroht. Nicht so Pauser, der &#8211; von vielen Sponsoren unterstützt &#8211; in ganz Europa und den USA umherreiste und dort Ausstellungen bestückte.</p>
<p>Als Österreich noch faschistisch regiert wurde (also noch vor der &#8222;Wiedervereinigung&#8220; mit dem Deutschen Reich), vertrat Pauser den Alpenstaat bei der Biennale in Venedig. 1937 schließlich, also 1 Jahr vor dem Anschluss, hängte Adolf Hitler persönlich die 3 Bilder des Künstlers ab, da er sie als &#8222;entartete Kunst&#8220; ansah, was zu erheblichen Existenzängsten führte.</p>
<p>Furchtbare Geschichte &#8211; wunderschönes Gemälde. Ich habe es im Leopoldmuseum photographiert; als einen der wenigen Lichtblicke dort. <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuealtewelt.wordpress.com/3475/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuealtewelt.wordpress.com/3475/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3475&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Ein wenig Kultur</media:title>
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			<media:title type="html">Mädchen im Spiegel</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Wah[r]nehmungssch[w]ierigkeit[e]n?</title>
		<link>http://neuealtewelt.wordpress.com/2011/08/20/wahrnehmungsschwierigkeiten/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2011 22:29:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Konzerne]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn selbstherrliche, für die "old economy" nahezu stereotype, Konzerne sich in Werbespots beweihräuchern, dann ist das ohnehin eine unterhaltsame Angelegenheit. Überschreiten sie dann aber auch noch die Grenze zum Kitsch, wird's lächerlich.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3470&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/08/wahrnehmungsschwierigkeiten.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-3471" title="Wahrnehmungsschwierigkeiten" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/08/wahrnehmungsschwierigkeiten.jpg" alt="" width="600" height="140" /></a></p>
<p>Wenn selbstherrliche, für die &#8222;old economy&#8220; nahezu stereotype, Konzerne sich in Werbespots beweihräuchern, dann ist das ohnehin eine unterhaltsame Angelegenheit. Überschreiten sie dann aber auch noch die Grenze zum Kitsch, wird&#8217;s lächerlich.</p>
<p>Anna hat in sich die Mühe gemacht den betreffenden Spot &#8211; und entsprechende &#8222;Richtigstellungen&#8220; &#8211; <a title="Zauberwesen: Ich wasche grün [...]" href="http://zauberwesentagebuch.blogspot.com/2011/08/ich-wasche-grun-du-waschst-grun-wir.html" target="_blank">in ihrem Blog</a> zu zeigen. Es lohnt sich! <img src='http://s0.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuealtewelt.wordpress.com/3470/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuealtewelt.wordpress.com/3470/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3470&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Aufstand!</title>
		<link>http://neuealtewelt.wordpress.com/2011/08/19/aufstand/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 18:42:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DerSinn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kritik im Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstand]]></category>
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		<category><![CDATA[Christentum]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Tage macht einer der letzten europäischen Diktatoren wieder von sich reden. Denn Joseph Ratzinger ist auf Werbetour durch die Gefilde der Jungen und Verblendeten, um ihnen einen Stempel aufzudrücken. Seinen.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3454&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-3461" title="Aufstand!!!" src="http://neuealtewelt.files.wordpress.com/2011/08/aufstand.jpg" alt="" width="600" height="140" /></p>
<p>Dieser Tage macht einer der letzten europäischen Diktatoren wieder von sich reden. Denn Joseph Ratzinger ist auf Werbetour durch die Gefilde der Jungen und Verblendeten, um ihnen einen Stempel aufzudrücken. Seinen.</p>
<p>So könnte man nun sagen, dass derzeit ganz Spanien von seinen Anhängern besetzt ist. Ganz Spanien? Nein! Ein kleines Häuflein leistet eifrig Widerstand gegen das Verschwenden von Steuergeld und vergiften freier Gedanken. Sie wollen nicht akzeptieren, dass die Gefährdung der so hart erarbeiteten Säkularität Europas (in den USA kann man davon schon gar nicht mehr sprechen&#8230;) zumindest teilweise auf Staatskosten erfolgen soll.</p>
<p><span id="more-3454"></span></p>
<h3>Aufstand der Denkenden!</h3>
<p>Nicht, dass ich grundsätzlich dafür wäre den Katholizismus per se zu verbieten. Zwar sind mir generell christliche Glaubenssätze ein Dorn im Auge (die einzige ewige Wahrheit ist, dass es keine ewige Wahrheit geben kann, dazu aber später mehr); doch diese spezielle Ausformung ist, verhältnismäßig, harmlos. Heutzutage.</p>
<p>Früher, da waren menschliche Fackeln die Party-Dekoration der Glaubensfeste &#8211; und damals hätte man dieses Pack zur Rechenschaft ziehen sollen. In der Gegenwart angekommen muss man aber feststellen, dass es (außerhalb des abrahamitischen oder hinduistischen Glaubens) keine Sippenhaftung gibt. Eine Art &#8222;historische Gerechtigkeit&#8220;, wie sie immer wieder von den verschiedensten Gruppen gefordert oder gefördert wird, ist abzulehnen, da die jetzt lebenden Katholiken mit den Verbrechen ihrer Vorfahren nichts zu tun haben. Können.</p>
<p>Nichts desto trotz: Die von ihnen propagierten &#8222;ewigen Wahrheiten&#8220; sind nichts weiter als dumme Weisungen aus längst vergangener Zeit, die deshalb so populär wurden, weil sie den Mächtigen der Umbruchszeit (namentlich: Kaiser Konstantin) durchaus genehm war. Übrigens etwas, was Nachahmungstäter in den Staaten (und an anderen Orten, dort aber besonders offensichtlich und effizient) gefunden hat. Es gilt, sie nicht mehr in den Rang von Gesetzen (oder Äquivalenten) kommen zu lassen.</p>
<h3>Aufstand der Geknechteten!</h3>
<p>Welche Gründe jeden einzelnen dazu bewogen haben sich in die Reihe der Demonstranten einzuordnen bleibt natürlich ungeklärt. Die offizielle Lesart ist, dass diese Menschen etwas dagegen haben ihr sauer verdientes Geld für den feierlichen Einzug eines Mannes auszugeben, der Homophobie salonfähig machen möchte und dabei auch noch grinst.</p>
<p>Zwar wird von Seiten der Kirche (und ihrer Schergen) immer wieder behauptet, dass dieses Theater den Steuerzahler keinen Cent kostet &#8211; doch wer bezahlt die vielen Polizisten, die dafür sorgen, dass die friedlichen Christen den wenigen Demonstranten nicht doch die Köpfe einschlagen (und natürlich umgekehrt, um fair zu bleiben&#8230;)?</p>
<p>Und das in einer Zeit, in der Spanien das Geld vorne und hinten ausgeht.</p>
<h3>Aufstand der Anderen?</h3>
<p>Wie sieht es mit uns restlichen Europäern aus? Haben wir dazu gar nichts zu sagen? Wessen Geld werden denn die spanischen Behörden, die nun vor einem Papst buckeln, der das Kondom immer noch verbietet obwohl an dessen Fehlen bekanntlich eine Menge Menschen sterben (in den gebieten, in denen man diesen Menschen noch Ernst nimmt), bei der Union erbetteln?</p>
<p>Sollten wir nicht gemeinsam mit diesen Demonstranten gegen diese Verschwendung vorgehen?</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/neuealtewelt.wordpress.com/3454/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/neuealtewelt.wordpress.com/3454/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=neuealtewelt.wordpress.com&amp;blog=7835779&amp;post=3454&amp;subd=neuealtewelt&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Aufstand!!!</media:title>
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